Sonntag, 25. September 2016

Lazy Lips // by Terry Rouge Expert Click Stick


Dass ich Lippenstift liebe und makeuptechnisch gerne mal den Lazymood anschalte, dürfte bekannt sein. Logische Konsequenz also, dass ich mir wegen des Launchs der neuen by Terry Rouge Expert Click Sticks ein Loch in den Bauch gefreut habe! Die Gründerin des Labels Terry de Gunzburg (übrigens genialer Kopf des berühmten YSL Touche Eclats) erleichtert uns faulen Girls das Leben mit ihrem 3in1-Wunderteil enorm - 25 phänomenale Farben mit samtigem Finish, pflegender Formel und ultrapräziser Auftrag dank der easy Stiftform. Meine Nuance ist der schöne bräunliche Nudeton Bare Me*,der unkomplizierter nicht sein könnte. Die federleichte Textur spürt man auf den Lippen so gut wie gar nicht und dennoch verleiht sie Kontur und Fülle. Ich stehe ja sowieso total auf diese 90ies-Lips und bin der festen Überzeugung, dass eine gute braune Lippe jeder Frau steht (es kommt eben auf den richtigen Farbton an). Für mich ein perfekter Alltagsbegleiter und eine der besten Lancierungen in diesem Jahr. Für den Herbst und zu meinen grünen Augen wünsche ich mir noch die Nuancen Orange Vogue und Naked Nectar - #musthave! Funktioniert auch ohne Spiegel während verträumten Herbstspaziergängen. Die Click Sticks gibt es in Deutschland online bei Niche Beauty oder an allen by Terry-Countern (zum Beispiel bei Oberpollinger/München, Department Quartier 206/Berlin, Albrecht/Frankfurt).

Mittwoch, 21. September 2016

Face Polish // Caudalie does Scrubs


Eigentlich lasse ich seit über zwei Jahren nur noch Fruchtsäuren zu Peelingzwecken an meine trockene Gesichtshaut. Das leichte Kribbeln empfinde ich als sehr angenehm und der daraus resultierende Glow habe ich in dieser Form noch mit keinem anderen Produkt erreicht. Höre ich mit der Anwendung für ein, zwei Wochen auf, bemerke ich sofort einen signifikanten Unterschied - ich bin mit der Zeit also zu einer kleinen AHA/BHA-Fanatikerin geworden und teile meine Liebe für diese Inhaltsstoffe mit zahlreichen anderen Frauen da draußen. Der Hype um Fruchtsäuren ist meiner Meinung nach einer der berechtigsten in der Beautyszene und ich bleibe der Chose gerne treu.

Vor einer Woche landeten dann die Caudalie-News auf meinem Schreibtisch und plötzlich sah ich mich wieder mit ihnen konfrontiert: den mechanischen Peelings, denen ich eigentlich abgeschworen hatte. Doch irgendwie packte mich die Neugier und so landete dann nur Minuten später die Gentle Buffing Cream* allover auf meinem Gesicht. So ein bisschen seltsam fühlt sich das schon an, nach gefühlt jahrelanger Abstinenz wieder kleine Körnchen auf der Haut zu spüren. Die Buffing Cream ist aber extra für Sensibelchen konzipiert und riecht dank Zitronenextrakt herrlich frisch. Meine Haut spannt nach der Anwendung nicht und fühlt sich quietsch-sauber an. Drei Tage danach habe ich mich dann an das härtere Testobjekt gewagt, den Deep Cleansing Exfoliator*, der für Mischhaut mit Neigung zu Unreinheiten entwickelt wurde. Die herrliche Konsistenz erinnert an geschlagene Sahne und duftet nach Orange, Minze und Pampelmuse (olfaktorischer Jackpot, sozusagen). Die Körnchen sind hier etwas grober, aber trotzdem noch angenehm. Meine zum Glück reine Haut hat diese Rubbelkur eher weniger nötig, für alle Ladies mit Unterlagerungen und co. könnte das Produkt aber vielleicht der Retter in der Not sein? Und jetzt der Clou: die beiden neuen Peelings können allesamt mit den Masken von Caudalie kombiniert werden, zum Beispiel Gentle Buffing Cream + Hydrating Mask und Deep Cleansing Exfoliator + Detox Mask. Erste Kombi wird mir im Winter unerwarteterweise allwöchentlich ein treuer Begleiter im Skincare-Regiment sein!

Dienstag, 20. September 2016

Best Beauty News of the Year // Kjaer Weis Lipsticks


Man mag meine Euphorie vielleicht für leicht übertrieben halten, aber wer hier schon länger mitliest, ahnt es:
Kjaer Weis und ich, das ist die ganz große (Beauty)Liebe. Die Creamblushes der Naturkosmetikmarke aus New York sind trotz der alltäglichen Reizüberflutung durch neue Produkte im täglichen Einsatz und ich glaube fest daran, dass die Schätzchen nie von meinem privaten Thron gestürzt werden können. Was ich daran so abgöttisch liebe? Das perfekt aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Nuancen und Textur, denn natürlicher und stilvoller könnte Kosmetik gar nicht sein. Bereits der kleinste Hauch Rouge macht einfach den gewissen Twist aus und lässt selbst Blasshäuter dank der tragbaren Farbpalette niemals angemalt aussehen. Auch die Lidschatten genießen meine volle Aufmerksamkeit (vor allem Wisdom) - schade fande ich nur, dass es die Lip Tints bisher bloß zum Auftragen mit den Fingern gab. Eigentlich bin ich ziemlich praktisch veranlagt, farbigen Lipstick mag ich dann aber doch am liebsten ganz klassisch aus der Hülse. Und say what? Genau die gibt es jetzt von meiner Herobrand Number One! Wenn das mal kein Grund zur ausgiebigen Ekstase ist.


                                           Textur, Farben & Haltbarkeit

 

Ganz KW-typisch sind auch hier die Texturen wunderbar cremig und ganz easy zu verblenden. Ich kann den Grund gar nicht richtig beschreiben, aber für mich sind es die besten Creamprodukte ever. Die Konsistenz ist idiotensicher in der Anwendung und doch nicht so buttrig, dass das ganze Makeup Gefahr laufen könnte, sich lautlos zu verabschieden (ja, da kenne ich andere artverwandte Kandidaten). Die Lipsticks sind durch die Bank weg (Empower, Adore, Love und Honor*) super pigmentiert und herrlich angenehm im Tragegefühl. Trotz des leicht matten Effekts trocknen die Lippen nicht aus, sondern fühlen sich abends noch so gepflegt an wie morgens. Die Haltbarkeit beträgt mehrere Stunden. Bis auf den Nudeton hinterlassen zudem alle Nuancen einen hübschen Stain, der auch Essen, Knutschen und Caipis mühelos übersteht. Wenn man mich fragt, stehen die Greenbeauties den großen Schwestern von MAC, Estée Lauder und co. in rein gar nichts nach - nur die Farbpalette darf gerne noch etwas wachsen! Für den nahenden Herbst fände ich beispielsweise einen kühlen Braunton ziemlich nice.


                                                             v.l.n.r.: Empower, Adore, Love & Honor

 

Auch wenn ich durch und durch Skincare- und Duftjunkie bin, auf Lippenstift könnte ich ebenfalls nur äußerst schlecht verzichten. Wöchentlich landen hier so viele tolle Beautynews, dass ich manchmal den Überblick verliere und doch kann ich behaupten: die Kjaer Weis Lipsticks sind mein persönliches Highglight 2016! 
Mein Fave der Range ist übrigens Empower (auf dem Arm links) - ein toller pinkstichiger Mauveton, der gerade Palefaces super stehen dürfte. Übrigens finde ich die Lippenstifte ein bisschen undone aufgetupft noch um Längen schöner. Instagram wird in der nächsten Zeit von Tragebildern überflutet, das kann ich an dieser Stelle schon mal verraten. Zu kaufen gibt es die Schmuckstücke in Deutschland derzeit bei Amazingy und in alter KW-Manier sind diese natürlich refillable - jetzt mal ehrlich, kann Beauty eigentlich noch schöner sein?


Donnerstag, 1. September 2016

ROADS Group // Ein Interview mit Founder Danielle Ryan

Wie sehr ich Nischenmarke liebe, dürfte längst kein Geheimnis mehr sein. Immer noch hüpft mein Beautyherz wie irre, wenn ich bei Instagram oder auf anderen Blogs zufällig auf eine mir noch unbekannte Perle stoße. Nicht anders ging es mir vor ein paar Jahren mit ROADS, dem Label von Danielle Ryan, das mittlerweile längst kein unbeschriebenes Blatt mehr ist und das in exklusiven Warenhäusern wie Ludwig Beck in vorderster Ladenreihe steht. Meine große Liebe gilt nach wie vor This Weekend und als das Label vor ein paar Monaten seine neuen und äußerst famosen Duftkerzen launchte, ist der nächste Funke bei Hotel Saffron übergesprungen. Bei ROADS stimmt einfach alles - ein leises und doch sehr edles Ästhetikverständnis gepaart mit den erlesensten Duftingredienzen der Welt - eine Mischung, die selbst erfahrene Nischenliebhaber aufhorchen lässt. Ich hatte die Chance und durfte Danielle Ryan (die übrigens tatsächlich dem Ryanair-Clan entstammt!) einige Fragen zu ihrem Werdegang und der Arbeit als Parfümeurin stellen:


1.    Danielle, could you tell us a bit more about your olfactive journey and work?



I have always found scent to be a powerful storytelling tool, a certain scent can transport you back to a particular time or place.  I wanted to really expand on this idea and this is what ROADS is all about – we tell stories, be it through books, films, or fragrances.  


2.    What are your sources of inspiration? Do you like any other perfume brands?



My work takes me all over the world and every place I visit yields inspiration.  I’m inspired by architecture, local art scenes, different traditions and cuisines.  All these inform the development of a fragrance.  It’s also so important to be aware of what is happening within the fragrance industry.  I like to support niche perfume brands and I’m always open to trying something new.  


3.    Do you have a favorite scent?



That very much depends on the time of the year.  I really like fresh, citrus notes for the summertime so right now I am wearing I Am Dance which contains pineapple and citrus fruits such as lemon and mandarin.  


 


4.    In my opinion perfumes should be a unique accessory and can change in different situations. Which points are the most important to provide a good job as a perfumer?



I think you have to have confidence in your own choices and choose what you like and enjoy.  ROADS Fragrances are deliberately unisex as we want people to explore the scents for themselves.  They can engage with the ingredients used and the different themes explored in the collection.  Our core collection of 10 fragrances was inspired by themes ranging from the scent of the wind as it crosses a desert – Harmattan – to the rain-drenched hills of the west of Ireland – BitterEnd.  Whilst our Africa Collection was inspired by contemporary African culture emanating from the city streets, as well as the incredible varied landscapes.  





5.    And last but not least – where do you see ROADS in ten years? Any special projects?



We are working on some really exciting projects but they have to remain a secret for now!  You can follow us on @roadsgroup to keep up-to-date with everything that’s happening.  In terms of the future, I want ROADS to keep growing and telling new stories.  This is what we do best and it’s important we keep on doing just that!



Thank you so much for your time, Danielle!

Mittwoch, 31. August 2016

Narciso // Narciso Rodriguez


Dass ich ein Fan der Düfte aus dem Hause Rodriguez bin, habe ich vor einiger Zeit ja bereits in diesem Artikel verlauten lassen. Normalerweise greife ich zu eher leichteren Parfums, gerne mit Tee- und Kräuternoten. Sinken die Temperaturen dann aber (endlich) wieder unter die 20-Grad-Marke, packt mich die unbändige Lust, meine geliebten Wollschals in den sinnlichsten Duftschleiern der Saison einzuhüllen. Narciso Rodriguez hat mit Narciso 2014 einen ziemlichen Kassenschlager lanciert und auch mich verbindet die Erinnerung an einige sehr besondere und romantische Abende in München mit dem hübschen Minimalistenflakon. Es ist ein sehr einzigartiger Duft, den ich so noch nicht oft gerochen habe, aber immer wieder darauf angesprochen werde. Das könnte an der außergewöhnlichen Mischung aus Rose, Amber und Vetiver liegen, die würzig und gleichzeitig unheimlich feminin wirkt.

Seit einigen Monaten ziert meine Kommode (siehe hier) nun der Nachfolger Narciso EdP Poudrée* im roséfarbenen Gewand und was soll ich sagen, außer - LOVE? Statt Gardenie wie bei der großen Schwester, wurde hier Jasmin in seiner cremigsten Ausführung beigemischt und entstanden ist das vielleicht schönste florale Puderparfum der letzten zehn Jahre. Da sticht nichts in der Nase, die Blumen sind wohldosiert, sodass kein Kopfschmerzalarm herrscht und weißer und schwarzer Zeder biegen die ganze Komposition in eine so wunderbar ausgewogene Kompostion mit dezentem Holzeinschlag, dass mir die Freudentränen kommen. EdP Poudrée ist der perfekte Wegbegleiter für die kommenden Herbsttage, an denen das Grau mal wieder an den Fensterscheiben zu kleben scheint. Der Duft hüllt in eine sanfte Woge des Behagens und zelebriert eine würzige Weiblichkeit at its best. Edle Blässe und modernes Understatement treffen auf balsamartiges Temperament - Chapeau, Mr. Rodriguez!