
Eigentlich dachte ich, dass ich euch an dieser Stelle meine überdimensional groß ausfallende Beute vorstellen könne, von der ich vorhatte, sie heute beim hoch angepriesenen Theaterfundusverkauf zu machen. Komplette Fehlanzeige. Stattdessen verspürte ich eher den zwanghaften Drang, diese Veranstaltung fluchtartig wieder zu verlassen. In aller Hergottsfrühe aufgestanden, erwartete ich schon ziemlich viel von diesem Event. Angekommen, kristallierte sich eine jägerfreudige Bande aus vorzugsweise weiblichen Mittvierzigerinnen heraus, der alles recht sein sollte, um an das Objekt der Begierde zu gelangen. Gelang es einem unter schwersten physischen Bedingungen einen Blick auf das Warenangebot zu erhaschen, so erwies sich der Indoorflohmarkt eher als Ellbogenmachtkampf und wirklich brauchbare Dinge waren auch nicht zu finden. Angebotene Klamotten rochen unangenehm nach Schweiß und an Anprobe war gar nicht zu denken.
Schade eigentlich, wieso denkt in Deutschland denn jeder Mensch, dass er zu kurz käme?
Da fällt mir nur noch eines ein: was für ein Theater!










