Dienstag, 16. Januar 2018

Winter Eyes // La Mer Genaissance Eye Cream


Ich muss gestehen, dass ich mal weitaus eifriger war, was das penible Einhalten meiner täglichen Pflegeroutine angeht. Mittlerweile kommt es nicht selten vor, dass ich 12-14h Tage habe und danach einfach nur noch tot ins Bett falle. Was dabei am meisten vernachlässigt wurde? Definitiv die Augenpflege (ohne Toner, Peeling und eine reichhaltige Creme kann ich auch müde nicht leben). 

Als im Dezember die neue Genaissance The Eye and Expression Cream* von La Mer auf meinem Schreibtisch landete, war ich plötzlich wieder back in the game. Gerade nach einem langen Tag vorm PC haben vor allem meine Augen mit Trockenheit zu kämpfen. Das kleine Tiegelchen wird mit einem integrierten Metallkugelapplikator geliefert, mit dem man die Creme ganz sachte einarbeiten kann. Durch das kühlende Metall ist der Auftrag dermaßen angenehm, dass ich mich manchmal ein bisschen dabei verliere. Die Textur der Creme ist super reichhaltig und pflegt meine trockene Partie rund um die Augen glatt und geschmeidig. Und wieder einmal habe ich gemerkt, wie viel einfacher sich Concealer am nächsten Morgen verteilen lässt. Willkommen zurück, mein Pflegeheld! Manchmal muss man sich erst aus den Augen verlieren, um einander wieder schätzen zu können.


Dienstag, 9. Januar 2018

Hermès // Twilly d'Hermès


Die wunderbare Neulancierung von Hermès namens Twilly d'Hermès* nimmt schon seit einigen Monaten einen besonderen Platz auf der olfaktorischen Ehrentribüne ein. Denn wer hier nicht erst seit gestern mitliest, wird wissen, welche Liebe mich und das französische Luxushaus verbindet (hier und hier gibt es auch schriftliche Beweisstücke). Müsste ich mich für ein einziges Duftlabel entscheiden, es wäre definitiv Hermès. Ich habe immer ein bisschen das Gefühl, dass die Düfte - besonders unter der Leitung meines Superheroes Jean-Claude Ellena - eigens für mich kreiert wurden. Un Jardin Sur Le Toit wird auf Ewig mein Signaturparfum sein und bis heute wurde ich unzählige Male darauf angesprochen.

Der Meister hat im vergangenen Jahr das Zepter an die deutsche Parfumeurin Christine Nagel abgegeben, die mit Twilly d'Hermès ein relativ ungewöhnliches Debüt feierte. Tuberose, Ingwer und Sandelholz gehen eine warme, sinnliche Symbiose ein und erinnern mich im Laufe des Tages immer wieder an eine sündhaft teure Bodylotion. Wer die spritzigen Gartendüfte von Hermès erwartet, der wird hier vielleicht enttäuscht, auf jeden Fall aber von etwas ganz Neuem überrascht sein. Sehr subtil und cremig ist das neue Wässerchen, ein absoluter Hautschmeichler und nicht aufdringlich. Elegant, aber nicht madamig. Bei mir hat die Liebe auf den ersten Riecher etwas auf sich warten lassen, doch mittlerweile bin ich Feuer und Flamme für die Kreation. Besonders passend zum Cashmerepulli und Karoblazer während der ausklingenden Wintertage!


Montag, 8. Januar 2018

Editor's Note // Welcome 2018


Ich bin wahrlich nicht das, was man einen euphorischen Silvesterfan nennen würde. Im Gegenteil - 2015 habe ich am "Abend aller Abende" meine Bachelorarbeit geschrieben und generell wäre mir immer mehr nach Schlafen, als bei pappsüßer Bowle und Wiener angeheitert über die vergangenen Monate zu schwadronieren. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine Abschiede mag. Oder keine Raketen. Dinner for One übrigens schon, das kann nicht das Übel sein. Vielleicht ist es meine leicht sentimentale Ader oder schlichtweg das nicht aufkommen wollende Verständnis für jene Nacht. 

Aber ich will mich gar nicht beschweren, denn 2017 war grandios und das vielleicht beste Jahr so far. Durch meine eigene Wohnung (die WG-Erfahrung hätte ich mir zu großen Teilen dann am liebsten erspart) bin ich mittlerweile richtig in München angekommen, ich habe die besten neuen Freunde in meinem Leben, die man sich als Zuagroaster so wünschen könnte und überhaupt platzt mein Herz ein bisschen vor Dankbarkeit und Glück. Meine wunderbare Familie und die jahrelangen alten Freunde, die mit mir durch beschissene und herrliche Zeiten gegangen sind, das ist der überhaupt größte Halt im Leben, den man wahrscheinlich erst im Alter richtig zu schätzen lernt. Das vergangene Jahr hat mich verändert und das durchweg positiv. Ich habe vielen Altlasten und toxischen Dingen und Menschen in meinem Leben in den Arsch getreten und bereue es keine Sekunde. Goodbye sollte man sowieso viel öfter sagen dürfen - wieso immer dieser Struggle mit Kompromissen, die sich leicht flau in der Magengegend anfühlen? Dieses Hinterherhetzen falscher Ideale und Werte, was versprechen wir uns eigentlich davon? Es ist an der Zeit für mehr Mutausbrüche und da spreche ich mich in erster Linie selbst an. Weniger nachdenken und einfach mal machen. Das habe ich vor zwei Jahren schließlich schon durchgezogen, als ich mit einem Koffer und leicht blauäugig ein Praktikum in meiner heutigen Wahlheimat angefangen habe. Und siehe da, es hätte nie anders sein sollen! Ich bin gerade so glücklich mit allem, was ich habe und erleben darf, dass mir eigentlich ein bisschen die Worte fehlen. Wenn ich eines aus 2017 mitnehmen möchte, dann das Wissen, dass Veränderung gut ist. Auch hier wird sich ganz bald einiges verändern, die Themen werden vielschichtiger und der Relaunch ist in vollem Gange. Merci, dass Ihr nach all den Jahren immer noch an Bord seid♥